Dienstag, 30. September 2014

Nix für Lemminge - Cape


Es hat mir gefallen, dem Märchenthema mit zu folgen und ich freute mich nach dem Entwurf sehr auf mein Ergebnis. Vor einem geistigen Auge verließ ich das Haus nur noch mit Cape. Mit dem Nähen konnte ich erst mit Wochen Verzögerung beginnen, war dann etwas angespannt, ob mir alles noch gelingt. Es ging aber gut und flott voran, ich habe diesen burda Schnitt als Grundlage genommen, angepasst und angepasst. Mein ursprüngliches Vorbild entpuppte sich nach intensiver Internet Recherche als reiner Poncho, ich wollte lieber Cape auf Weste. Einen schönen nachtblauen Wollstoff habe ich gefunden und sogar ein Karo für das Futter, mit rot und blau. Während des Nähens dann dieses Wechselbad: Es wird super - oh, nein, das klappt nie (kennt ihr das auch?). Mein Cape wurde vor einer Woche fertig, lag dann brach und ich habe erst am Sonntag Lederknöpfe und Knopflöcher hinzugefügt. Ich wähnte mich ganz zufrieden, bis ich die Fotos sah. Ich befürchte, das Cape steht mir nicht oder ich mag mich nicht darin.
Gestern habe ich blaue, unscheinbarere Knöpfe besorgt und geschaut, ob die Weste vielleicht weiter zu taillieren wäre. Außerdem habe ich entschieden, das Cape nur mit Jeans zu tragen, niemals mit meiner neuen Omahose, die eigentlich das Outfit komplettieren sollte. Die Hose ist aus einem zu dünnen, nachgiebigen Stoff, wie ärgerlich, es war ein teurer Kauf und schon die ganze Zeit war mir klar, diese Hose wird mir nicht schmeicheln (aber genau darauf bin ich angewiesen!).
Mal sehen, ob es gelingt, sich miteinander anzufreunden, es wäre genau die richtige Jahreszeit.
Nun die Ergebnisse, es brauchte viele, viele Fotoversuche:

Die Trägerin schaut skeptisch
Vielleicht sollte ich das Cape kürzen, so dass die Wester darunter zu sehen ist




Einziges Bild mit der zunächst geplanten Hose
Futterpräsentation
Und ich hoffe beim Nix für Lemminge Finale heute nur zufriedene Gesichter, ich freue mich sehr!


Kommentare:

  1. Schade, dass du nicht zufrieden bist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Cape gekürzt toll aussieht, wie eine Weste mit einer Pelerine. Den Look finde ich toll und der trägt auch nicht ganz so auf. Dann käme das der Watson-Jacke von Papercut Patterns sehr nahe - ein wunderschönes Schnittmuster.

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  2. Ach ja, das kenne ich leider nur zu gut, dass Traumvorstellung und harte Realität nicht zusammenkommen. Ich fand sowohl Dein Vorbild als auch den Burda-Schnitt sehr schön, aber irgendwie ist das auf den Fotos tatsächlich eine blöde Länge.

    Länger auf keinen Fall, sonst glaub' ich entsteht eher ein Oberförster-im-Revier-unterwegs-Feeling. Daher würde ich Jennys Vorschlag folgen; erstens sieht (zumindest) das Vorbild sehr schön aus und zweitens kann's ja nur besser werden, wenn Du das Cape so eh nicht anziehen magst. Und schade wär's für den schönen Stoff, die Arbeit und Deinen Traum allemal einfach in der Tonne zu verschwinden.

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    1. Ja, ich werde Euren Vorschägen folgen und es mal etwas kürzer abstecken. Vielen Dank an Euch!

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  3. Kann mir mal wer erklären, warum meine Kommentare imme rund überall verschwinden, sobald ich mich bei Google eingeloggt habe? Gnaarrr!

    Okay. 2. Versuch. Beim 1. Blick auf das 1. Photo, noch bevor ich Deinen Text gelesen hatte, dachte ich: Der Kragen erschlägt sie. Ich glaube, es ist gar nicht so sehr das Cape, was drückt. Wie viel Spiel ist denn in den Schultern und insgesamt im Oberteil noch? Kannst Du da noch was rausnehmen? Auf Photo 2 finde ich das Cape nämlich gut.

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    1. In der Weste habe ich noch etwas Spiel, die Schultern kann ich kaum ändern, aber Bügeln könnte helfen... hm... mal sehen, ich werde noch etwas weiter dran basteln

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  4. Zunächst war ich auch versucht, eine etwas längere Länge vorzuschlagen, aber so ein "kurzes" Cape hat was. Und den Kragen finde ich gar nicht so mächtig und "erschlagend".

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  5. Nach eingehender Betrachtung der Fotos, denke ich auch, mit einem kürzeren Cape würde die Gesamtlinie noch hübscher aussehen. Obwohl ich es auch so wie es jetzt ist, absolut in Ordnung finde, man ist ja selbst immer oberkrtitisch bei den eigenen Werken...
    Bei einer Kürzung des Capes auf Pelerinenlänge ergibt sich allerdings das Problem der kalten Ärmchen. Wie wäre es, wenn Du zusätzlich noch Ärmel mit einsetzt? Es sei denn, Du bist nicht so kälteempfindlich, dann geht es auch ohne.
    Liebe Grüße
    Antje

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  6. Ich finde das Cape gar nicht misslungen, und würde wohl als Einzige nicht unbedingt kürzen. Eigentlich finde ich die Länge eher zu kurz, mir persönlich würden die Proportionen länger wohl besser gefallen, aber das geht ja schlecht. Das Einzige gewöhnungsbedürftige ist die geschlossene, kurze Fläche von hinten. Ich würde evtl. zwei nicht allzu lange Längsschlitze nähen, um die Fläche zu unterbrechen und die Vertikale zu betonen.
    Vielleicht ist es einfach nur das Bewusstsein, ein recht ungewöhnliches Kleidungsstück zu tragen, dazu braucht es einfach mehr Mut, den hat man vielleicht nicht jeden Tag gleich.

    Aber du kannst es ja mal abstecken zum Kürzen und einfach ein paar Fotos machen und ausprobieren. Allerdings würde ich es nicht ein einer geraden Linie kürzen, sondern wenn dann die Ärmel von hinten schräg angeschnitten, oder einen Bogen (verständlich?).

    Ich finds schön! Zu schade, um nicht getragen zu werden, also wenn es dazu einer Änderung bedarf, dann solltest du das machen.
    LG frifris

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  7. Das Cape ist schön geworden, ich fühle mich direkt ins vorletzt Jahrhundert zurückversetzt. Zur Hose ist die Länge so gerade richtig, finde ich, zu einem Rock vielleicht kürzer? Je nachdem, was du öfter trägst. Jedenfalls ein besonderes Kleidungsstück.
    LG, Claudia

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